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Die Vision: ein eigener Larp-Ort

Auf lange Sicht möchten wir einen eigenen Larp-Ort aufbauen.

 

Es gibt bereits einige tolle Larp-Orte – wir wollen weder in Konkurrenz gehen, noch einen anderen Larp-Ort kopieren.

 

Aber: Um den idealen Larp zu organisieren, stoßen wir immer wieder an Grenzen. Oft haben diese Grenzen mit dem Ort zu tun:

 

Touris gehen über das Gelände, eine Kindergarten-Gruppe spielt am Heiligtum, der Jäger verbietet Nachtwanderungen, der Hausmeister muss genau an dem Wochenende den Rasen mähen usw.

 

Das nervt nicht nur die SC. Das nervt auch uns. Ständig ein schlechtes Gewissen: „Oh, sorry liebe SC, dass da jetzt ein Bauzaun steht. Und am Freitag eine Feuerwehrübung ist. Und…“!

 

Aber es gibt noch mehr:

Egal, wo wir spielen – das Gelände ist nicht veränderbar. Als Orga schauen wir uns erst die Gegebenheiten an – und machen dann das Beste daraus.

 

Aber wie cool wäre es, wenn wir ein eigenes Gelände hätten und es gestalten dürften. Ein (fast leeres) weißes Blatt Papier! Und dann bauen wir nach und nach auf.

 

Zunächst geht es uns um Ambiente. Ums Eintauchen. Möglichst viele immersive Dinge – und möglichst wenig Störungen.

 

Es geht aber „nicht nur“ ums Ambiente: Wir lassen die Hütten erst einmal mobil – und spielen Lego!

 

Wie reizvoll wäre es, die Hütten so nah aneinander zu stellen, dass super enge Gassen entstehen. Oder wir ganz viele Häuser um den Marktplatz bauen – so dass ein mittelalterliches Stadtflair entsteht. Und wenn es doof war – oder uns langweilig wird – ändern wir es beim nächsten Mal wieder.

 

Zum einen bleibt es spannend. Zum anderen wird es auf lange Sicht immer ein wenig besser!

 

Beim nächsten Tollgund werden wir auf dem Marktplatz eine Art „Rundkurs“ – und ein Gebüsch direkt auf dem Platz haben (welches wir noch mit Lichtern, Statuen etc. schmücken). Dadurch wird sich auch das Spiel um den Markt ändern: Menschen bewegen sich mehr. Langfinger können sich bewusst vor der Tollwacht verstecken. Durch die Gestaltung des Ortes können wir das System ändern. Andere Szenen entstehen.

 

Die Möglichkeiten der Gestaltung sind bei einem eigenen Larp-Ort viel größer!

 

Was macht einen tollen Larp aus?

Man könnte Larp auf folgende Kriterien herunterbrechen:

 

1. Die Menschen

2. Das System

3. Story und Plot

4. Der Ort

5. Comfort-Zone

 

Zu 1: Das Wichtigste sind für uns die Menschen: Egal wie schlecht der Rest ist – tolle Menschen können einen miesen Larp herausreißen.

 

Zu 2: Das System ist für uns auch wichtig: Rahmen, Werte, Regeln (3er- oder Licht-Regel), wie frei lässt einen die Orga, Einstellung zum Kampf usw… Ohne ein gutes System passieren weniger tolle Szenen.

 

Zu 3: Viele von uns lieben Geschichten! Und gute Plots haben einen großen Einfluss auf Larp.

 

Zu 4: Über den Ort haben wir oben schon gesprochen.

 

Zu 5: Und, wenn du schon so alt bist wie einige von uns (*Hüstel*), dann wird die Comfort-Zone langsam immer wichtiger: saubere WCs, warmes Wasser, Duschen…

 

Comfort-Zone und Ort hängen sehr stark zusammen. Und hier hatten wir bisher nur geringe Einflussmöglichkeiten.

 

Der Ort bestimmt / begrenzt auch ein wenig das System. Bsp.: „Ah, der Wald ist sehr klein. Okay, die SC müssen die Augen schließen…“

 

Es gibt bestimmt noch mehr Faktoren: Das Wetter z.B. beeinflusst viel – aber das Wetter können wir nicht ändern.

Wobei ein eigener Larp-Ort geschützte Spielräume schaffen könnte:

- Öffentliche, überdachte Räume

- Indoor-Dungeon und Kriechtunnel

- Hütten mit einer Veranda davor

 

Einige von uns organisieren schon seit über 15 Jahren Larps. Bisher haben wir uns nur auf die ersten 3 Punkte konzentriert: System, Plot und Menschen.

 

Wenn wir Larp auf die nächste Stufe bringen wollen, dann BRAUCHEN wir ein eigenes Larp-Gelände!

 

Was hast du für Ideen? Was kommt dir noch in den Sinn?

Hättest du Lust, dich einzubringen?

 

Diesen Post hatten wir schon in der Tollgund Facebook Gruppe gebracht. Hier einmal gesammlt einige Ideen der SC:

  • Kräuter bzw. robuste Pflanzen versteckt aussähen, dann in einen Garten bewusst pflanzen
  • religionsflexibler Kirche in der Mitte und Marktplatz davor, Kopfsteinpflaster. Dunkle Gassen in denen man richtig schön ausgeraubt werden kann, Zuber und ne Schmiede
  • Dungeon „nach unten“ bauen. Details, wie toll wäre das wenn alle Spieler in jedem Jahr etwas mehr „zurücklassen“ im positiven Sinne.
  • Möglichkeit, aus den engen, dunklen Gassen auf die Dächer der Häuser zu klettern, um der Tollwacht zu entkommen. Ein Baumhaus im Wald. Eine Gruft. Mehrstöckige Gänge/Katakomben.
  • viele Geheimgänge, Tunnel, Dungeons mit echter Erde

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