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Gruppen-Konzept – Prinzipien für mehr Spaß

Sei kein Power Gamer!

 

Power Gaming ist nicht nur eine Frage der Werte, sondern vor allem auch eine der Einstellung. Nicht das Grüne Schwert der Finsternis (+2 direkt) macht einen SC zu einem Powergamer, sondern sein Ego: Wenn er der Held jedes Kampfes ist, keine Angst kennt und keine Schwäche zeigt, dann ist sein Ego zu groß.

 

Die Gefahr des Power-Gamings gibt es aber nicht nur für einzelne Charaktere, auch ganze Gruppen rutschen schnell auf diese „Ego“-Schiene: „Wir sind gemeinsam super cool und mega stark.”

 

Ein paar einfache Fragen

 

Jede Gruppe – sogar jeder einzelne Charakter – kann sich untenstehende Fragen stellen. Je größer und stärker die Gruppe, desto wichtiger sind die Antworten:

 

1. Wenn Du mit deiner Gruppe allein bist, also ohne andere SC oder NSC – woher bekommt Ihr Spielfreude? Was macht Ihr? Welche Konflikte werden ausgetragen?

 

Welche Intrigen, welche alten Geheimnisse, welche Plots werden bespielt?

 

2. Inwieweit ist deine Gruppe nützlich für andere? Warum sollten andere SC mit Euch spielen?

 

Wie bereichert Ihr das Spiel anderer? Was können andere von Dir verlangen? Wann wird

 

dein Charakter angegangen und verzichtet trotzdem darauf, die Hilfe der ganzen Gruppe zu erbeten?

 

3. Was macht Dich und Deine Gruppe abhängig von anderen? Was braucht Ihr von anderen SC?

 

Warum solltet Ihr auf einen anderen SC zugehen? Dazu hilfreich: Was sind Eure Ängste? Was habt Ihr noch für Schwächen? Wie kann man Euch unter Druck setzen? Wann ist die Gruppe klein und gibt Raum?

 

Im Larp ist es noch cooler, wenn wir offen und manchmal angreifbar sind. Wir lieben es, uns mit anderen SC Menschen zu vernetzen – und emotionale Momente zu erleben! Oftmals steht unser Gruppenkonzept uns dabei im Wege: So „bewegen“ wir uns weniger und erleben am Ende weniger als erhofft.

 

Zu 1: „Im Kern auch allein Spaß haben Am besten laufen Konzepte, die schon untereinander vernetzt sind.

 

Nicht so cool: „Wir sind uns immer einig!“ oder „Wir haben einen Boss, der entscheidet alles, dann folgen wir.“. Eine Gruppe, die als monolithischer Block auftritt, ist keine Bereicherung und stellt das System und alle anderen vor großen Herausforderungen.

 

Besser sind Intrigen untereinander, Geheimnisse, Verbote (die natürlich gebrochen werden), Gewissenskonflikte Untergruppen, die gegeneinander arbeiten und andere SC mit einbeziehen.

 

Zu 2: „Bereicherung für andere Frage dich, was Ihr anderen SC (und auch NSC) bringt? An Spaß und Spielpotential.

 

Nicht so cool: „Wir sind mega stark und andere bewundern uns!“

 

Besser: „Wir bieten Heilung machen eine Suppenkücheverschicken Briefe haben Aufgaben für andere

 

Zu 3: „Abhängig von anderen SC So werdet Ihr ein wenig geschubst, auf andere SC Gruppen

 

zuzugehen. Dadurch lernen wir mehr Leute kennen und bleiben nicht nur in unserer Gruppe.

 

Nicht so cool: „Wir haben alles und können alles. Wir brauchen nie andere. Die sind auf uns angewiesen.“

 

Besser: „Wir haben und können dies, aber wir brauchen von anderen jenes

 

Schwächen bieten Potential, dass andere SC – vor allem aber auch NSC, auf Euch Druck zu machen. Andere können Eure Ängste nutzen und so entstehen oft dramatische Szenen.

 

Nicht cool: „Wir haben vor nix Angst und sind die Geilsten!“

 

Besser: „Unser Kryptonit ist“ „Wir haben ein Geheimnis, was auf keinen Fall rauskommen darf“ „Uns fehlen Waffen Munition wir brauchen unbedingt sau viel Geld, sonst kriegen wir richtig Stress.“

 

Kurz:

 

Auf welche Prinzipien solltet Ihr achten?

 

1. Bereichert das Spiel anderer SC.

 

2. Habt ein Gruppenkonzept, was auch ohne Impulse von außen funktionieren würde.

 

3. Habt Mängel und Schwächen. Sorgt dafür, dass Ihr andere braucht.

 

4. Stimmt euch mit der Orga ab.

 


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